BEA informiert Vize-Bürgermeister von Buenos Aires über Energieeffizienz

BEA-GF Michael Geißler mit Diego Santilli, Vizebürgermeister von Buenos Aires BEA-Geschäftsführer Michael Geißler (r.) erläuert Diego Santilli (Stellv. Regierungschef von Buenos Aires) Details der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Roten Rathauses. (Foto: BEA)
Berlin
29. Juni 2016

Der Stellvertretende Regierungschef und Präsident des Stadtparlaments von Buenos Aires, Diego Santilli, hat einen 3-tägigen Berlinbesuch genutzt, um auf dem Dach des Roten Rathauses eine Photovoltaikanlage der Berliner Energieagentur (BEA) zu besichtigen.

BEA-Geschäftsführer Michael Geißler erläuterte vor Ort die technischen Details der Anlage und informierte über das erfolgreiche Modell der „Berliner Energiesparpartnerschaften“, von dem auch das Rote Rathaus profitiert. Bei diesem Public-Private-Partnership-Modell übernimmt ein privater Energiedienstleister die Investitionen in moderne Anlagentechnik und ist für deren effizienten Betrieb verantwortlich. Die dadurch erzielten Energiekosteneinsparungen werden nach einem vertraglich festgelegten Schlüssel zwischen Gebäudeeigentümer und Dienstleister aufgeteilt. Dieses Modell des Energiespar-Contracting (ESC) könne auch für Buenos Aires interessant sein, so Geißler.

Die Städte Berlin und Buenos Aires verbindet bereits seit 1994 eine Städtepartnerschaft, diese wurde vor drei Jahren um eine Klimapartnerschaft erweitert. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit realisieren die BEA und die Umweltagentur APrA ein Modellprojekt zur Energieeffizienz in Krankenhäusern. Dabei werden die Partner evaluieren, inwiefern Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen den Energieverbrauch, Kosten und CO2-Emissionen reduzieren können. Mit dem Einsatz von Blockheizkraftwerken (BHKW) könnte – bei gleichzeitiger Erzeugung von Wärme, Strom und Notstrom – die Versorgungssicherheit in den Krankenhäusern erhöht werden.

Michael Geißler betonte, dass es gerade in Krankenhäusern ein großes Potenzial für Energie- und CO2-Einsparungen gibt. „Ob bei Vivantes, im Krankenhaus Bethel oder im St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof – in verschiedenen Kliniken in Berlin hat die BEA bereits durch eigene Anlagen und durch intensive Beratung in erheblichem Umfang Energiekosten reduziert. Von diesem Know-how können jetzt auch unsere Partner im Pilotprojekt in Buenos Aires profitieren.“ Santilli zeigte großes Interesse und ergänzte, dass solche Energieeffizienzmodelle auch für die Modernisierung zahlreichen Schulen in Buenos Aires bedeutsam sein könnten.