"Berlin spart Energie" mit effizienter Beleuchtung und Solarstrom

Rotes Rathaus Solaranlage Dem Himmel ein Stück näher. Auf dem Dach des Roten Rathauses informierte BEA-Pressesprecher Volker Gustedt interessierte Besucher über den Photovoltaikanlage der BEA. Foto: Steinke/BIM
Berlin
10. Oktober 2014

Interessierte Fachbesucher bei der Aktionswoche „Berlin spart Energie“. Auch die Berliner Energieagentur (BEA) und das Berliner NetzwerkE waren mit von der Partie und zeigten vor Ort Beispiele für energieeffiziente Beleuchtung und auf dem Dach des Roten Rathauses den Einsatz von erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung.

Am Donnerstagabend führte eine abendliche Rundtour von der Französischen Straße bis zur Charlottenburger Chaussee. Am Firmensitz der BEA im Quartier 207 informierten sich die 25 Teilnehmer über den Einsatz von LED als Leuchtreklame. Der Strom für einen Firmenschriftzug stammt umweltfreundlich aus einer Solaranlage vom Dach des Gebäudes und aus einer Lithium-Ionen-Batterie als Zwischenspeicher.  

LED ersetzt herkömmliche Beleuchtung

Am Potsdamer Platz konnten die Teilnehmer die Illumination des Sony Center-Daches des Pariser Lichtkünstlers Yann Kersalé bewundern. 2011 wurden dort 54 Bestandsleuchten durch 104 LED-Leuchten ausgetauscht. Dadurch wurde eine Energie- und Wartungseinsparung von 75 Prozent erzielt.
In der Charlottenburger Chaussee, einer von der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH verwalteten Polizeiliegenschaft, wurden insgesamt 183 Leuchten modernisiert. Dadurch werden 89 Prozent des Energieverbrauchs, insgesamt 172 MWh Strom pro Jahr eingespart. Die Kosteneinsparung beläuft sich auf ca. 38.000 Euro pro Jahr. Unterwegs erhielten die Teilnehmer Informationen an weiteren Stationen, u.a. am Ludwigkirchplatz wo Gasleuchten nahezu detailgetreu durch LED-Leuchten ersetzt werden.

Solarstrom vom Rathausdach

Eine weitere Besuchergruppe stieg am Freitagmorgen dem Regierenden Bürgermeister aufs Dach. Dort besichtigten 20 Teilnehmer – vorwiegend Architekten und Planer – die von der BEA installierte und betriebene Photovoltaikanlage. Sie erzeugt seit 2010 umweltfreundlich Strom. Die Anlage wurde so auf dem Dach des Roten Rathauses installiert, dass sie von der Straße nicht zu sehen ist und somit den Anforderungen des Denkmalschutzes genügt.