IEA veröffentlicht World Energy Outlook 2011

Berlin
9. November 2011

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat heute ihren jährlichen World Energy Outlook veröffentlicht. Die Ausgabe 2011 stellt fest: Es gibt wenig Anzeichen dafür, dass der dringend notwendige Kurswechsel bei den weltweiten Energietrends eingeleitet wurde.

Obwohl die Erholung der Weltwirtschaft seit 2009 ungleichmäßig verläuft und die weiteren wirtschaftlichen Aussichten nach wie vor unsicher sind, ist der weltweite Primärenergieverbrauch 2010 um bemerkenswerte 5 Prozent gestiegen, womit die CO2-Emissionen einen neuen Höchststand erreichten.

Das Volumen der Subventionen, die einen verschwenderischen Verbrauch fossiler Brennstoffe fördern, erhöhte sich deutlich auf über 400 Milliarden Dollar. Die Zahl der Menschen ohne Zugang zu Elektrizität ist mit 1,3 Milliarden – etwa 20 Prozent der Weltbevölkerung – weiterhin unvertretbar hoch. Obwohl in vielen Ländern der Steigerung der Energieeffizienz Vorrang eingeräumt wird, hat sich die globale Energieeffizienz im zweiten Jahr in Folge verschlechtert.

Vor diesem Hintergrund haben Ereignisse wie das am Kernkraftwerk in Fukushima Daiichi und die Unruhen in Teilen des Nahen Ostens und Nordafrikas Zweifel an der Verlässlichkeit der Energieversorgung aufkommen lassen, während die Sorge über den Zustand der Staatsfinanzen die Aufmerksamkeit der Regierungen von der Energiepolitik abgelenkt und deren politische Handlungsmöglichkeiten begrenzt hat.

 

Quellen: World Energy Outlook 2011 - Zusammenfassung in Deutsch (PDF), World Energy Outlook 2011