Solarbotschafter in den USA

BEA-Geschäftsführer Michael Geißler Michael Geißler bei der Intersolar North America
Berlin
13. Juli 2017

Zusammen mit weiteren Energieexperten und Politikern hat BEA-Geschäftsführer Michael Geißler auf der Intersolar North-Amercia 2017 in San Francisco über die Perspektiven der Solarenergie in Deutschland informiert und diskutiert. Es handelt sich dabei um die größte Messe für die Erneuerbare Energien-Branche in den USA.

Geißler informierte darüber, dass der Anteil von Solarstrom am gesamten Stromverbrauch mittlerweile bei 7,4 Prozent liegt. Dazu trügen nicht nur die ländlichen Regionen bei, sondern auch die Städte. Im Vergleich der drei Metropolen Berlin, Hamburg und München liege Berlin mit einer installierten PV-Leistung von 85 MW und über 6.200 Photovoltaikanlagen vor Hamburg (53 MW/2.700 Anlagen) und München (52 MW/3.700 Anlagen). Diese zeige, dass die solare Strahlung auch in den nördlicheren Gegenden Deutschlands ausreichend sei, um wirtschaftlich Sonnenstrom zu erzeugen. 

Mieterstromgesetz verbessert Wirtschaftlichkeit

Aufgrund des Preisrückgangs bei PV-Modulen lägen die Anlagenpreise in Deutschland inzwischen bei unter 1.500 Euro pro KWp. Vor zehn Jahren waren sie noch dreimal so teuer. Allerdings habe sich der Preisrückgang verlangsamt. Am Beispiel einer 40 kWp-Dachanlage erläuterte Geißler, dass die Stromgestehungskostn auf rund 14 Cent/kWh gesunken seien. Eine Amortisation der Investitionskosten für eine PV-Anlage sei heute nur möglich, wenn der Strom direkt vor Ort an Bewohner oder Gewerbetreibende im Gebäude verkauft wird. Er betonte, dass das jetzt vom Bundestag beschlossene Mieterstromgesetz dazu beitrage, die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen zu verbessern und dass dadurch Energiedienstleister wie die BEA wieder mehr PV-Anlagen bauen und betreiben werden.

Über die politischen Rahmenbedingungen für die erneuerbaren Energien informierten bei der Intersolar auch die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup (Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Bauen) und Johann Saathoff (Ausschuß für Wirtschaft und Energie).