Wie Ressourceneffizienz vor Ort gelingt

Beim Workshop „Ressourceneffizienz vor Ort“ Beim Workshop „Ressourceneffizienz vor Ort“ entwickelten über 30 Teilnehmende Lösungen für mehr Ressourcen- und Energieeffizienz in Unternehmen.
Berlin
5. Januar 2017

Wie Energiesparen und ein ressourcenschonender Verbrauch ganz praktisch funktionieren kann, konnten Auszubildende beim Regionalworkshop „Ressourceneffizienz vor Ort“ in der Hein-Moeller-Schule in Berlin-Lichtenberg erleben. Zu der informativen Veranstaltungen hatten das Netzwerk Ressourceneffizienz, das BilRess Netzwerk und die Berliner Energieagentur eingeladen, um die Berufseinsteigerinnen und -einsteiger für die Themen Ressourcen- und Energieeffizienz zu sensibilisieren.

Wo liegen Einsparpotenziale am Arbeitsplatz? Diese Frage stellen sich viele Neuzugänge in einem Unternehmen sicher nicht in ihren ersten Arbeitstagen. Doch die Erfahrung zeigt: Mit ihrem frischen und unverstellten Blick können Jobeinsteiger bereits nach wenigen Wochen bestehende Stromfresser oder Einsparpotenziale aufspüren.

Auszubildende auf das Thema Energie- und Ressourcensparen zu sensibilieren macht Sinn, denn sowohl die Unternehmen, als auch die Azubis selbst profitieren in ihrem beruflichen Alltag davon. Der Workshop „Ressourceneffizienz vor Ort“ für über 30 Teilnehmende begann daher folgerichtig mit einer thematischen Einführung zu Ressourcen- und Energieverbrauch. Nach einem Ressourcen-Rundgang sowie kreativen Workshops, in denen eigene Ideen umgesetzt werden konnten, gab es immer Raum für Diskussionen und fachlichen Austausch.

Simone Kleeberger, die bei der Berliner Energieagentur u.a. Informationsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt, gab einen thematischen Überblick zu Klimaschutz und Energieverbrauch. Anhand des persönlichen Verbrauchs erklärte Dr. Michael Scharp vom BilRess Netzwerk Begriffe wie Gewinnung, Nutzung und Verbrauch von Ressourcen. Dr. Ulrike Lange vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz beeindruckte die Teilnehmenden mit ihrem internationalen Know-how auf dem Gebiet Rohstoffverwertung und Kreislaufwirtschaft.

Ganz praktisch wurde es für die Azubis, als sie sich als Geschäftsführer von fiktiven, ressourceneffizienten Unternehmen überlegten, wie ein Betrieb sparsamer mit Produktionsmaterialien, Wasser und Energie umgehen könne und wie auch Lieferketten, Vertrieb oder Transportwege nachhaltig gestaltet werden könnten.

Die Ergebnisse verblüfften Lehrkräfte ebenso wie Detlev Kramer, den Direktor der Hein-Moeller Schule. So entwickelten die Azubis Ideen wie die Einführung eines Recyclingstores, in dem man beispielsweise Beleuchtungsstrahler zurückgeben und aufbereiten lassen kann. Ebenso clever war der Einfall, Kunden Rabatte für Neuware zu gewähren, wenn diese ihre gebrauchte Ware zurückgeben. Doch auch technisch ausgefeiltere Lösungen hatten die Azubis sich überlegt, wie etwa Energie erzeugende Bewegungsinduktionsplatten in Ladengeschäften oder Car-Sharing für LKW.