EnergieNavigator - 6/2011
Editorial
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
der Koalitionsvertrag ist unterzeichnet, der Regierende Bürgermeister gewählt, die Senatoren ernannt. Jetzt kann es losgehen mit der Regierungsarbeit unter veränderten politischen und personellen Vorzeichen in Berlin. Im Hinblick auf Energie und Klimaschutz enthält die Vereinbarung zwischen SPD und CDU vernünftige Ansätze.
SPD/CDU formulieren als Ziel für 2050 die „klimaneutrale Stadt“ und wollen dafür konkrete Etappenziele für einzelne Sektoren und Dekaden benennen. Sie bekennen sich zur „KWK Modellstadt Berlin“ und wollen dementsprechend die dezentrale Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung ausbauen und den Einsatz erneuerbarer Energien voranbringen. Die Energiekompetenz Berlins mit seinen Unternehmen und Forschungseinrichtungen soll zu einer wichtigen Marke entwickelt werden. Einen Masterplan CO2-neutrale Verwaltung soll es geben, bessere Beratungsangebote für Privathaushalte und auch das von der Berliner Energieagentur mitentwickelte Modell der Energiesparpartnerschaften soll erweitert und intensiviert werden.
Das klingt gut. Jetzt heißt die Devise: anfangen und aus Papier und Formulierungen konkrete Maßnahme entwickeln. Dazu gehört auch, dass Berlin sich auf Bundes- und EU-Ebene stark macht für die „Energiewende“ und ihre Ausgestaltung auf regionaler Ebene.
Über den Beitrag der Berliner Energieagentur berichten wir in diesem Navigator, dem Letzten im Jahr 2011. Ich wünsche Ihnen an dieser Stelle eine schöne Weihnachtszeit und viel Energie für das neue Jahr.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Michael Geißler, Geschäftsführer
News
Mini-KWK in Berlin - hoher BEA-Anteil Marktanteil bei kleinen BHKW liegt jetzt bei über 41 Prozent in Berlin
In einem Gebäude der Wohnungsbaugenossenschaft GeWoSüd in der Kaiser-Wilhelm-Straße im Steglitz-Zehlendorf hat die BEA jetzt ihr 50. Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. Das Jubiläum markiert einen deutlichen Trend: BHKW im eigenen Heizungskeller werden in Berlin immer beliebter.
» Weitere Informationen
BEA-Geschäftsführer Michael Geißler auf dem Podium zum Thema: "Energie im Dialog. Berliner Unternehmen für zukünftige Lösungen" (3. v.l.); Bild: WE DO communication GmbH GWA Berliner NetzwerkE und BEA beteiligten sich an Wirtschaftskonferenz im Roten Rathaus
Unter dem Stichwort „Energie. Technik, Effizienz, Services aus Berlin“ haben Ende November 400 geladene Gäste die 5. Berliner Wirtschaftskonferenz im Roten Rathaus besucht. Das von der BEA gesteuerte Berliner NetzwerkE informierte im Foyer über seine Aktivitäten und stellte ein Brennstoffzellen-BHKW der Firma inhouse engineering sowie ein elektronisches Energiemanagementsystem von Dr. Riedel Automatisierungstechnik vor.
» Weitere Informationen
Die Energieexperten aus Suriname, Guyana, Grenada, Trinidad and Tobago sowie Dominica bei der BEA. BEA empfängt internationale Delegationen aus Trindad und Togo, Chile, Mexiko und China
Ob in Monaco, Chile oder Rumänien, die BEA berät viele nationale Regierungen und internationale Unternehmen zu den Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien direkt vor Ort. Immer mehr internationale Gäste kommen aber auch selbst nach Berlin und nutzen die BEA-Expertise. So in diesem November auch neun Energieexperten aus der Karibik.
» Weitere Informationen
Dr. Hans Schleicher, Amtschef des Bayerischen Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie referierte über die künftige Rolle der landeseigenen Energieagentur in Bayern. Bayerische Vertretung Gastgeber des 5. eaD-Hauptstadttreffs
Der Atomausstieg ist beschlossene Sache – die Energiewende muss beginnen. Um den Einsatz der erneuerbaren Energien und effizienter Technologien voranzutreiben, sind verbindliche Vorgaben zur Energieeffizienz, Fördermaßnahmen, steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten sowie weiterhin mehr Information und Beratung notwendig. Das ist das Ergebnis des fünften Hauptstadttreffs der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V (eaD), der in diesem Jahr in den Räumen der Bayerischen Vertretung vor rund 40 Zuhörern stattfand.
» Weitere Informationen
Deiche im neuen Licht - LED-Lichter weisen hier künftig den Weg; Bild: VDI TZ GmbH, Fotograf Armin Kammer BEA steuert Beleuchtungsprojekt in Ostfriesland
Mit einer modernen Straßenbeleuchtung auf der Basis von LED (Licht emittierende Dioden) will die ostfriesische Kommune Norden bis Ende 2012 den Energieverbrauch um bis zu 82 Prozent senken und außerdem seine Kurwege attraktiv illuminieren. Die Steuerung des Vorhabens, in das neben der Jade Hochschule weitere Partner eingebunden sind, liegt bei der Berliner Energieagentur.
» Weitere Informationen
Die BEA bietet kompetente Beratung zum Einsatz moderner Lichttechnik Interview mit BEA-Projektleiterin Sabine Piller über die künftige Rolle der LED-Beleuchtungssysteme
Rund 840 Millionen Euro geben die deutschen Städte und Gemeinden jedes Jahr für die Beleuchtung ihrer Straßen aus. Dabei ist rund ein Drittel der Straßenbeleuchtung in Deutschland mindestens 20 Jahre alt und die Technik damit veraltet. Sabine Piller, Beleuchtungsexpertin der Berliner Energieagentur, leitet das EU-Projekt ESOLi und betreut den Bundeswettbewerb energieeffiziente Stadtbeleuchtung. In Norden setzt die BEA ein modernes Beleuchtungskonzept um.
» Weitere InformationenAnlagen
Anlagenstandorte
Solarstrom-Check
Unsere Energie- und CO2-Bilanz zum
17.05.12:-
Energie-Einsparungen [€]12246375437.2durch Energiespar-Contracting/ Energiesparpartnerschaften in Gebäuden der öffentlichen Hand in Berlin.
-
CO₂-Reduktion [kg]durch Energiespar-Contracting/ Berliner Energiesparpartnerschaften sowie unsere Blockheizkraftwerke, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen.
-
Erzeugter Strom [kWh]5151950123.3durch unsere Blockheizkraftwerke und Photovoltaikanlagen.