Berliner Energieagentur bereitet den Weg für eine Energieagentur in Mexiko-City

C40 Mayors Summit 2016 in Mexiko-Stadt, Michael Geißler, GF-BEA Michael Geißler, Geschäftsführer der BEA, referierte beim C40 Mayors Summit 2016 in Mexiko-Stadt über Energieeffizienz und nachhaltiges Energiemanagement.
Berlin
13. Dezember 2016
  • Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium von Mexiko-Stadt im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
  • Michael Geißler: „Energieagenturen sind unverzichtbare Bausteine einer wirksamen Klimaschutzstrategie.“
  • Finanzierung über Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums

Die Berliner Energieagentur GmbH (BEA) unterstützt die Regierung der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt dabei, den Weg zum Aufbau einer Energieagentur zu bereiten. Dadurch sollen die Strategien der Hauptstadt in der Förderung von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz verstärkt und gebündelt sowie ihre öffentliche Aufmerksamkeit erhöht werden.

Auf mexikanischer Seite ist das regionale Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (Secretaría de Desarollo Economico, SEDECO) der Hauptstadt zuständig. Die Aktivitäten werden im Rahmen der Deutsch-Mexikanischen Klimaschutzallianz von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) umgesetzt. Das Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI), die das BMUB aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags fördert.

Die BEA soll Mexiko-Stadt dabei beraten, eine geeignete Struktur und einen Umsetzungsfahrplan für die neue Organisation zu finden. Im Fokus stehen dabei die Steigerung der Energieeffizienz sowie die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien.

BEA-Geschäftsführer Michael Geißler sagte dazu: „Energie- und Klimaschutzagenturen haben sich nicht nur in Deutschland, sondern auch international längst bewährt als unverzichtbare Bausteine einer wirksamen Klimaschutzstrategie. Sie sind mit ihrem Informations-, Beratungs- und Umsetzungs-Know-how sehr nahe an ihren jeweiligen Zielgruppen vor Ort und erzielen gute Erfolge bei der CO2-Einsparung.“

Aus Sicht der GIZ bietet die Kooperation zwischen der BEA und SEDECO viele Chancen: „Investitionen in den Klimaschutz sind ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Mexiko. Gute Organisationsstrukturen – wie eine Energieagentur – sind dafür eine wichtige Voraussetzung und helfen, Know-how zu bestimmten Technologien und Dienstleistungsmodellen aufzubauen“, sagte Andreas Villar, Leiter der Deutsch-Mexikanischen Klimaschutzallianz.

Im Großraum Mexiko-City leben etwa 20 Millionen Menschen. Er gehört damit zu den größten Ballungsgebieten weltweit mit einem hohen, ansteigenden Energieverbrauch. Knapp die Hälfte der CO2-Emissionen in der Stadt entfallen auf das Transportwesen, insbesondere auf den Autoverkehr. Auf Bundesebene haben die Umweltministerien von Deutschland und Mexiko die so genannte Deutsch-Mexikanische Klimaschutzallianz geschlossen, um gemeinsam an internationalen Klimaschutzlösungen zu arbeiten.

Mexiko verfügt seit 2012 über ein Klimaschutzgesetz und seit 2014 über ein ambitioniertes Klimaschutzaktionsprogramm, das konkrete Maßnahmen zur Treibhausgasminderung sowie zur Anpassung an den Klimawandel vorsieht. Als Partnerstädte arbeiten das Land Berlin und Mexiko-Stadt beim Thema Klimaschutz und nachhaltige Energie eng zusammen.

Vor diesem Hintergrund ist die BEA noch auf einem weiteren Gebiet in Mexiko-Stadt tätig. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums haben die Berliner Experten ein Konzept zum Aufbau eines Energiemanagements für die öffentlichen Gebäude der mexikanischen Hauptstadt erstellt. Die Ergebnisse hat die BEA auf der C40-Bürgermeisterkonferenz Ende November in Mexiko-Stadt vorgestellt.