Berliner Energieagentur und HOWOGE nehmen 1000. Berliner Blockheizkraftwerk in Betrieb

Berlin
29. Juni 2015
  • Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Andreas Geisel: „Dezentrale KWK hat Schlüsselrolle für die Energiewende“
  • BEA-Geschäftsführer Michael Geißler: „In fairer Partnerschaft die beste Lösung für jedes Gebäude umsetzen“
  • HOWOGE-Geschäftsführerin Stefanie Frensch: „Dank günstiger Wärmepreise bezahlbare Gesamtmieten“

Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Andreas Geisel hat heute zusammen mit den Geschäftsführern der Berliner Energieagentur (BEA) und der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, Michael Geißler und Stefanie Frensch, das 1000. Blockheizkraftwerk (BHKW) in Berlin in Betrieb genommen. Es erzeugt in einem Stadtquartier in Lichtenberg für über 300 Wohnungen Strom und Wärme.

Finanziert, geplant, gebaut wurde die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK) in Zusammenarbeit zwischen HOWOGE und  BEA, die in den kommenden 15 Jahren auch für den reibungslosen Betrieb verantwortlich ist. Die Mieter in den insgesamt sieben Gebäuden der HOWOGE können den im BHKW erzeugten BEA Kiezstrom® zu günstigen Konditionen beziehen.

Umweltsenator Geisel sagte: „Die dezentrale KWK hat eine Schlüsselrolle für die Energiewende in Berlin und ist ein wichtiger Baustein der Klimaschutzstrategie des Senates. Ich begrüße es, dass die Landes-Unternehmen weiterhin Vorreiter sind bei dieser Technologie und sie zum Nutzen auch der Mieterinnen und Mieter in dieser Stadt einsetzen.“

Wichtige Schwelle erreicht

BEA-Geschäftsführer Michael Geißler betonte, dass 1.000 BHKW in Berlin eine wichtige Schwelle für die weitere Marktdurchdringung dieser Technologie seien. „Die Energiepreise für die Kunden stimmen, die Anlagen sind seit Jahren erprobt, sie laufen zuverlässig und wirtschaftlich. Wir werden als Dienstleister weiterhin in fairer Partnerschaft mit den jeweiligen Gebäudeeigentümern die technisch, wirtschaftlich und ökologisch beste Lösung suchen und umsetzen.“ Die BEA ist mit derzeit 70 Anlagen in Wohn- und Dienstleistungsgebäuden und rund 3.500 Mieterstrom-Kunden der größte BHKW-Betreiber in Berlin.

Für HOWOGE-Geschäftsführerin Stefanie Frensch sprechen sowohl der Kostenfaktor als auch der Klimaschutzeffekt für eine Energieerzeugung vor Ort. „Mit dem jetzt abgeschlossenen Projekt können wir unseren Mieterinnen und Mietern im Wohngebiet an der Rummelsburger Straße Wärme zu günstigen Preisen und damit weiterhin eine bezahlbare Gesamtmiete bieten. Darüber hinaus sparen wir rund 500 Tonnen CO2 im Jahr ein und leisten so unseren Beitrag für eine bessere Klimabilanz des Landes Berlin“, sagte Stefanie Frensch.

Eigenes Maschinenhaus für das BHKW

Die an das BHKW angeschlossenen Gebäude aus den 1960er-Jahren wurden bisher über konventionelle Erdgas-Heizkessel mit Wärme versorgt. Im Zuge der Modernisierung der bestehenden Heizung hat die BEA eine neue Energiezentrale errichtet. Da dafür in den Kellern der Gebäude kein ausreichender Platz vorhanden war, hat die BEA ein eigenes kleines Maschinenhaus für das BHKW errichtet. Außerdem wurden eine Nahwärmetrasse (Rohre für Heizung und Trinkwarmwasser) sowie ein neues Niederspannungs-Stromverteilnetz installiert.

Das BHKW hat eine thermische Leistung von 207 kW und eine elektrische Leistung von 140 kW. Der neue Erdgas-Brennwertkessel mit einer thermischen Leistung von 600 kW deckt Wärme-Lastspitzen zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten ab. Wie alle Anlagen der BEA ist auch dieses BHKW über eine Datenleitung an eine 24-Stunden-Fernüberwachung zum störungsfreien Betrieb angeschlossen.