Energie mit Gottes Segen – Schwestern von der heiligen Elisabeth handeln für den Klimaschutz

Berlin
24. November 2016
  • Ordensgemeinschaft setzt auf energieeffiziente dezentrale Energieversorgung
  • Blockheizkraftwerk der BEA erzeugt umweltfreundlich Wärme und Strom
  • Günstige Energiekosten und 87 Tonnen CO2-Einsparung

Die Berliner Energieagentur (BEA) hat für das Provinzhaus der Ordensgemeinschaft der heiligen Elisabeth eine neue Heizzentrale mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. Mit der energieeffizienten Anlage sorgen die Schwestern für eine langfristig umweltfreundliche und kostengünstige Energieversorgung.

Das ist ganz im Sinne der päpstlichen Enzyklika Laudato si‘, mit der Papst Franziskus zur Klimapolitik Stellung bezieht. Dass sich Ordensschwestern mit Energie und dezentralen Energieerzeugungsanlagen beschäftigen, mag nicht oft vorkommen. Die 28 Schwestern der Kongregation von der heiligen Elisabeth gehen da mit gutem Beispiel voran: Als eine erneute Reparatur an der Ölheizung anstand, fiel die Entscheidung auf ein nachhaltiges Energiekonzept der BEA. Die Schwestern hatten bereits die Energiezentrale im St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Tempelhof gesehen und daher großes Interesse an der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungstechnik (KWK).

Jetzt werden das Terrassenhaus mit Küchentrakt und Verwaltungsbereich, die Kapelle und das Ordenshaus sowie das Gästehaus auf dem Grundstück in der Altvaterstraße 8a, mit Strom und Wärme aus dem eigenen Keller beliefert: Das BHKW hat eine Leistung von 24 kW elektrisch und 55 kW thermisch. Die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme reicht aus, um die Grundlast für Heizung und Warmwasser in den Gebäuden abzudecken. Die erforderliche Restwärme bei hohem Bedarf an Heizenergie und Trinkwarmwasser liefert ein neuer Brennwertkessel. Den Energieträger Heizöl hat die BEA auf Erdgas umgestellt. Durch die Versorgung mit dem BHKW werden jährlich rund 315 Megawattstunden Primärenergie eingespart - das entspricht rund 30.000 Litern Heizöl. Das vermeidet klimaschädliche CO2-Emissonen – rund 87 Tonnen jedes Jahr.

„Die Energieversorgung zukunftssicher aufgestellt“

„Mit dem Umbau unserer Energiezentrale haben wir eine ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Lösung gefunden und solide für die Zukunft unseres Standortes vorgesorgt“, sagte Provinzoberin Schw. Dominika Kinder bei der feierlichen Inbetriebnahme. Ein besonderes Anliegen war den Schwestern, dass die neue Anlage gesegnet wurde. Schließlich soll der Standort des Ordens noch lange erhalten bleiben.

Seit fast 100 Jahren leben und wirken die Schwestern von der heiligen Elisabeth auf dem Gelände, das direkt am Ufer des Schlachtensees in Berlin-Zehlendorf liegt. Neben ihren geistlichen Aufgaben, engagieren sich die Schwestern vor allem in der Seelsorge und ehrenamtlich in Gemeinden.