IBB und Berliner Energieagentur starten Energieberatung ENEO

Berlin
19. September 2013

Der energetischen Gebäudesanierung kommt eine Schlüsselfunktion für das Erreichen der klimapolitischen Zielsetzungen des Landes zu. Für viele Hausbesitzer stellt die Kalkulation und Planung solcher Vorhaben noch immer eine große Herausforderung dar. Die Investitionsbank Berlin (IBB) hat deshalb jetzt in Kooperation mit der Berliner Energieagentur die Energieberatung ENEO gestartet.

Das Projekt unterstützt finanziell die Erstellung von Gutachten mit konkreten Modernisierungsempfehlungen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden in Berlin durch hochqualifizierte externe Energieberater. „Als Förderbank des Landes sehen wir uns auch den Umwelt- und Lebensbedingungen in Berlin verpflichtet. Es ist uns ein großes Anliegen, zur Beschleunigung der energetischen Sanierung in Berlin beizutragen, indem wir Eigentümern von Wohngebäuden in Berlin exakt aufzeigen, was für ihr individuelles Objekt technisch notwendig ist, was es kostet und wie man es am besten finanziert“, erläuterte der Vor-standsvorsitzende der IBB, Ulrich Kissing, das Engagement der IBB für die Energieberatung. „Für 2013 haben wir einen Etat von 200.000 Euro eingerichtet und gehen davon aus, damit  bis zu 200 Gutachten finanzieren zu können.  In den ersten Tagen sind  sieben Anträge bei uns eingegangen von denen bereits vier bewilligt werden konnten“, führte Kissing weiter aus. Wie die anderen Beratungs- und Coaching-Angebote der IBB wird auch die neue Maßnahme von der IBB Business Team GmbH gemanagt.

Zuschuss zwischen 500 und 2.000 Euro

Um die Qualität der Gutachten zu gewährleisten, vermittelt ENEO zertifizierte Energieeffizienz-Experten, die eine erforderliche Praxisqualifikation nachweisen müssen. Zu den Nettokosten für die Erstellung eines Gutachtens mit konkreten Modernisierungsempfehlungen erhält der Eigentümer einen Zuschuss, der je nach Größe des Objektes zwischen 500 und 2.000 Euro liegt. Damit lassen sich in der Regel rund 50 % der Kosten finanzieren. Den vollen Zuschuss erhält der Kunde allerdings nur, wenn er  mindestens eine der empfohlenen Modernisierungsmaßnahmen auch umsetzt, sonst muss er sich mit der Hälfte begnügen.

Sonderaktion bis zum 31. Dezember 2013

Eine interessante Besonderheit gibt es zum ENEO-Start für schnell Entschlossene: Um die Attraktivität der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus zu steigern, bietet ENEO in einer bis zum 31. Dezember 2013 befristeten Sonderaktion eine Zuschusserhöhung von 50% für Gebäude bis 30 Wohneinheiten an. Auch bei der Umsetzung der empfohlenen Modernisierungsmaßnahmen werden die Eigentümer unterstützt. Dies geschieht, indem die Gutachten auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht werden. Zusätzlich gibt es Informationen über mögliche Förder- und Finanzierungsszenarien und wie die Förderangebote in Anspruch genommen werden können.

Senator Müller: "Enormes Potenzial für Emissionsminderungen"

Für den Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, ist das Angebot der IBB ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele des Landes: „Der Gebäudesektor leistet einen entscheidenden Beitrag zu den CO2-Emissionen in der Stadt. Hier kann von einem enormen Potenzial für künftige Emissionsreduzierungen ausgegangen werden.“

Michael Geißler: "Rund eine Million Wohnungen sind energetisch nicht modernisiert"

Die Berliner Energieagentur GmbH (BEA) ist Kooperationspartner von ENEO. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und ausgewiesenen Expertise unterstützt sie das Projekt bei der Qualitätssicherung des Beraterpools und der Modernisierungsgutachten. BEA-Geschäftsführer Michael Geißler: „Große Chancen für eine qualifizierte Potenzial- und Umsetzungsberatung sehen wir insbesondere im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser, bei Wohnungseigentümergemeinschaften und bei den typischen Berliner Mehrfamilienhäusern, die sich im privaten Streubesitz befinden. Es handelt sich dabei um schätzungsweise eine Million Wohnungen, die noch nicht energetisch modernisiert wurden.“

Weitere Informationen über ENEO und die Leistungen des Projekts finden Sie im Internet.