Mehr Solarstrom von öffentlichen Dächern in Berlin

Berlin
13. Januar 2012
  • Berliner Energieagentur nimmt vier neue Photovoltaikanlagen auf landeseigenen Gebäuden in Betrieb
  • Strom für umgerechnet über 100 private Haushalte
  • BIM ebnet den Weg für mehr erneuerbare Energien in Berlin

Zum Jahreswechsel hat die Berliner Energieagentur (BEA) auf vier weiteren öffentlichen Gebäuden in Berlin Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Solarstrom in Betrieb genommen. Sie sind in den letzten Dezemberwochen auf den Dächern von Finanzämtern in Spandau und Lichtenberg, auf einer Schulsporthalle in Steglitz sowie einer Polizeisporthalle in Moabit installiert worden.

Die Gebäude befinden sich im Besitz des Landes Berlin und werden von der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) bewirtschaftet. Insgesamt haben die Solarstromanlagen eine elektrische Leistung von 335 kWp. Sie sollen jährlich rund 315.000 Kilowattstunden Strom erzeugen, das entspricht dem Bedarf von über 100 durchschnittlichen Berliner Haushalten. Damit betreibt die BEA jetzt sechs Photovoltaikanlagen auf Dächern der BIM. In den Vorjahren waren bereits Solarstromkollektoren auf dem Dach des Berliner Rathauses sowie auf dem Deutschen Technikmuseum in Betrieb gegangen.

BEA-Geschäftsführer Michael Geißler: „Mit unserem Know-how und unserer Investitionskraft und -bereitschaft tragen wir dazu bei, das solare Potenzial der öffentlichen Dächer in Berlin Stück für Stück zu erschließen.“ Insgesamt betreibt die BEA mittlerweile 36 Sonnenstromanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rd. 2,1 MWp. Das entspricht ca. sechs Prozent der insgesamt in Berlin installierten Photovoltaikleistung. Zu den Kunden gehören vorwiegend landeseigene Unternehmen sowie Wohnungsbau-genossenschaften.

Für die BIM sind die neuen Solaranlagen ein weiterer Baustein, den Gebäudebestand nach und nach auf den Einsatz erneuerbarer Energien auszurichten. BIM-Geschäftsführer Sven Lemiss: „Aktuell befinden sich insgesamt 30 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 3,3 MWp in unserem Bestand. Mit den jetzt von der BEA errichteten Anlagen sparen wir über 180 Tonnen CO2 pro Jahr.“