Mexiko-Stadt: Berliner Experten helfen beim Klimaschutz

Kick-off workshop on Mexico City Energieexperten beim Auftakt-Workshop in Mexiko City: Patricia Narváez, Michael Geißler (BEA-Geschäftsführer), Yolanda Alonso, Oscar Vázquez, Elisa Lagunes Dias und Claudia Alt (BEA).
Berlin
17. August 2016
  • Berliner Energieagentur (BEA) berät Fachleute in der mexikanischen Hauptstadt
  • Schwerpunkt ist die Energieeffizienz in öffentlichen Einrichtungen
  • Projekt trägt zu den Zielen der deutsch-mexikanischen Energiepartnerschaft bei

Mexiko und vor allem seine Hauptstadt haben sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt. Ein Baustein ist dabei das Energiesparen in öffentlichen Gebäuden. Dabei bekommt die Mega-City jetzt Unterstützung aus Berlin. Die Berliner Energieagentur GmbH (BEA) wird zusammen mit Fachkräften aus der dortigen Stadtverwaltung ein Konzept und eine Umsetzungsstrategie zum Energiemanagement erarbeiten.

Das BEA-Projekt soll auch dazu beitragen, die im Rahmen der deutsch-mexikanischen Energiepartnerschaft formulierten Ziele zu erreichen. Ein entsprechendes Energiepartnerschaftsabkommen ist im April 2016 von beiden Regierungen unterzeichnet worden. Finanziert wird die Beratung aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Partner vor Ort ist das Umweltsekretariat von Mexiko-City (SEDEMA), mit dem die BEA im Vorjahr ein Memorandum of Understanding zur Umsetzung gemeinsamer Projekte im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz unterzeichnet hat.

An einem Auftakt-Workshop in Mexiko-Stadt nahmen engagierte Mitarbeiter aus den Verwaltungen teil. „Mit dem richtigen Know-how an den entscheidenden Stellen steht und fällt ein solches Projekt. Ein zentraler Aspekt unserer Beratungen sind daher Schulungen – von den Grundlagen des kommunalen Energiemanagements bis hin zu guten Beispielen aus Deutschland“, sagte BEA-Geschäftsführer Michael Geißler nach seinem Aufenthalt in Mexiko-City.

Um sich die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen in Deutschland vor Ort ansehen zu können, kommen die mexikanischen Fachleute im Herbst nach Berlin. Dort erhalten sie einen Praxislehrgang, können sich Vorträge anhören und an einem Besichtigungsprogramm teilnehmen.

Damit das kommunale Energiemanagement dauerhaft funktioniert, soll es komplett in der Hand von Fachleuten vor Ort liegen. Dazu sind bereits nächste Schritte geplant, zum Beispiel Trainingsmaßnahmen in Mexiko. Den Abschluss des Projektes markiert eine Vorstellung der Ergebnisse Ende des Jahres beim Gipfel des internationalen C-40-Städtenetzwerkes in Mexiko-Stadt.