Saubere Wohnung – sauberes Klima: SparE bildet Reinigungskräfte zu Energiesparberatern weiter

Berlin
25. April 2018
  • Kooperation zwischen Berliner Energieagentur (BEA) und dem Marktplatz für haushaltsnahe Dienstleistungen Helpling
  • Das auf Berlin begrenzte Pilotprojekt wird im Auftrag des Bundesumweltministeriums durchgeführt
  • Angebot wendet sich auch an Freiwillige im Besuchsdienst von pflegebedürftigen oder alten Menschen

Putzen und Energiesparen in einem Abwasch. Das soll zukünftig durch eine Kooperation zwischen der Berliner Energieagentur (BEA) und der Online-Vermittlungsplattform Helpling möglich sein. Selbstständige Reinigungskräfte, die bei dem Berliner Start-up registriert sind, können von der BEA zu Energiesparberatern qualifiziert werden und ihren Kunden diese zusätzliche Dienstleistung kostenfrei anbieten.

Das zunächst auf das Land Berlin begrenzte Pilotprojekt SparE wird im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) durchgeführt. Wer ehrenamtliche Besuchsdienste bei pflegebedürftigen oder alten Menschen leistet, kann das Angebot ebenfalls in Anspruch nehmen und so die Energiekosten reduzieren helfen.

Private Haushalte verbrauchen in Deutschland rund ein Viertel der bereitgestellten Endenergie. Für die Verbraucher bedeutet das: sie können viel Energie und damit bares Geld einsparen. Wie kann ich den Stromverbrauch meines Kühlschrankes reduzieren? Welche Beleuchtung brauche ich für welche Räume? Wie kann ich vermeiden, dass zu viel Heizwärme ungenutzt bleibt? Zu diesen und anderen Fragen rund um die Themen Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch informieren die als Energieberater geschulten Reinigungskräfte und ehrenamtlichen Helfer.

Interessierte absolvieren eine halbtägige Schulung bei der BEA und sie erhalten Unterlagen mit Tipps und Tricks zum Energiesparen. Nach der Weiterbildung werden ihnen ein Zertifikat und Beratungsmaterial ausgehändigt. Außerdem erhalten sie Energiesparartikel wie LED-Lampen, Kühlschrankthermometer oder schaltbare Steckerleisten, die sie dann vor Ort in den Wohnungen kostenfrei installieren.

Mit dieser Initiative knüpft die BEA an den ebenfalls vom BMU geförderten und zusammen mit der Caritas angebotenen Stromspar-Check Kommunal an, der sich an Haushalte mit geringem Einkommen richtet und Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit gibt, sich zum Stromsparhelfer fortzubilden. Mit dem Projekt SparE wollen BEA und BMU neue Zielgruppen erschließen und für das Thema Klimaschutz durch Energieeffizienz sensibilisieren.