Sozialsenatorin Elke Breitenbrach vor Ort beim „Stromspar-Check kommunal“

vl. Mohammad Khalife (Stromsparhelfer), Angela Prokoph (Caritas-Fachbereich Arbe vl. Mohammad Khalife, Angela Prokoph, Frederik Lottje, Stefan Becker, Ulrike Kostka, Rolf Göpel, Elke Breitenbach (Sozialsenatorin Berlin), Michael Geißler (Geschäftsführer BEA), Foto: Caritas Berlin
Berlin
30. Oktober 2017
  • Bereits 13.500 erfolgreiche Beratungen für Haushalte mit geringem Einkommen in Berlin
  • Bundesweites Gemeinschaftsprojekt der Caritas und der Energie- und Klimaschutzagenturen

Der gemeinsam vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin und der Berliner Energieagentur (BEA) in Berlin umgesetzte „Stromspar-Check Kommunal“ ermöglicht den Beziehern von Arbeitslosengeld II, Wohngeld und Sozialhilfe die Partizipation an Energiewende und Klimaschutz.

Elke Breitenbach, Senatorin für Arbeit, Soziales und Integration, hat sich jetzt selbst vor Ort ein Bild davon gemacht, wie der „Stromspar-Check kommunal“ in der Praxis funktioniert. Zusammen mit Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin, und Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur, hat sie sich bei einem Hausbesuch in einer Wohnung im Wedding sowie bei einem anschließenden Fachgespräch informiert.

Seit 2009 wurden knapp 13.500 Haushalte in Berlin beraten, wie sie mit einfachen Mitteln ihren Strom-, Heizenergie- und Wasserverbrauch reduzieren können. Dabei erzielten sie allein beim Strom durchschnitt-liche Einsparungen von 19 Prozent, das entspricht etwa 138 Euro pro Jahr. Dadurch wurden knapp 29.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.

Erfolgreiches Projekt weiter ausbauen

Senatorin Elke Breitenbach: „Die Stromkosten sind für viele Haushalte mit geringem Einkommen sehr hoch und manchmal sogar unbezahlbar. Der Stromspar-Check Kommunal schafft auf sehr überzeugende Weise finanzielle Entlastung für einkommensschwache Haushalte. Die Menschen  können selbst aktiv werden und ihre Stromkosten mit Unterstützung deutlich senken. Ich werde mich dafür einsetzen, dass dieses erfolgreiche Projekt weiter ausgebaut wird.“

Caritas-Direktorin Ulrike Kostka: „Das Projekt Stromspar-Check hilft gleich in mehrfacher Hinsicht. Es entlastet Haushalte von Menschen mit geringem Einkommen, qualifiziert Langzeitarbeitslose zu Stromsparhelfern und ist gut für die Umwelt. Das Projekt unterstützt Langzeitarbeitslose auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Der Stromspar-Check ist auch ein wichtiger Türöffner, um soziale Beratung anbieten zu können. Das muss ausgebaut werden.“

Gelebter Klimaschutz

BEA-Geschäftsführer Michael Geißler: „Der Stromspar-Check Kommunal ist nicht nur in Berlin, sondern auch bundesweit ein Erfolgsprojekt. Er zeigt ganz deutlich, dass man mit guten praxisnahen Informationen und einer Vor-Ort-Beratung dauerhaft Energie- und damit CO2-Einsparungen erzielen kann. Der Stromspar-Check ist gelebter Klimaschutz.“

Der Stromspar-Check besteht aus zwei Vor-Ort-Besuchen. Beim ersten Mal machen geschulte Stromsparhelfer eine Bestandsaufnahme. Beim zweiten Besuch geben sie qualifizierte Ratschläge zum Stromsparen und installieren energieeffiziente Beleuchtung, schaltbare Steckerleisten oder andere Geräte. Diese Soforthilfen haben einen Wert von ca. 70 Euro. Auch ist es möglich, zum Austausch eines alten und ineffizienten Kühlschrankes einen Zuschuss in Höhe von 150 Euro zu erhalten. Auch Hinweise zum Einsparen von Heizenergie und Wasser werden gegeben. Bei weiterführendem Beratungsbedarf, zum Beispiel hinsichtlich der Heizung, vermitteln die Stromsparhelfer den Kontakt zu einem qualifizierten Energieberater der Verbraucherzentralen.

Die Stromsparhelfer selbst kennen die Sorgen und Nöte der Haushalte, die sie besuchen. Sie selbst sind Langzeitarbeitslose, die im Rahmen des Projektes eine intensive Schulung erhalten. Bundesweit haben bereits über eine halbe Million Menschen den „Stromspar-Check“ in Anspruch genommen. Er wird bundesweit vom Deutschen Caritasverband (DCV) und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD) angeboten und vom Bundesministerium für Umwelt, Bauen, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Weitere Informationen zum Stromspar-Check kommunal unter: www.stromspar-check.de