Staatssekretär Christian Gaebler neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner Energieagentur

Berlin
29. Juni 2012
  • BEA-Umsatz kletterte 2011 erstmals über zehn Mio. Euro
  • Konsequenter Ausbau des Beratungsgeschäftes und weitere Investitionen in Energieerzeugungsanlagen geplant

Der Aufsichtsrat der Berliner Energieagentur (BEA) hat Christian Gaebler, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter bleibt Andreas Prohl, Vorstand der GASAG Berliner Gaswerke AG. Unter dem neuen Vorsitz genehmigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2011, der einen neuen Höchststand bei Umsatz und Gewinn ausweist.

Das Land Berlin hält an der Berliner Energieagentur eine 25prozentige Beteiligung. Ebenfalls mit jeweils 25 Prozent sind die KfWBankengruppe, die Gasag und die Vattenfall Europe Wärme AG an dem Unternehmen beteiligt. Im Jahr 2011 erwirtschafteten die drei operativen Geschäftsbereiche der BEA (Contracting, Consulting und Internationaler Know-how-Transfer) einen Umsatz von 11,2 Mio. Euro. Der Gewinn nach Steuern betrug 436.000 Euro. Die Umsatzrentabilität erreichte mit 7,6 Prozent ebenfalls einen neuen Spitzenwert. Insgesamt war 2011 das beste Geschäftsjahr in der 20jährigen Unternehmensgeschichte. BEA-Geschäftsführer Michael Geißler bekräftigte, das Unternehmen werde seinen kontinuierlichen und soliden Wachstumskurs auch in Zukunft konsequent fortsetzen.

Mehr Investitionen, mehr Anlagen, mehr Beratungen

Im Unternehmensbereich Contracting erhöhte die BEA das Investitionsvolumen um zehn Prozent auf 3,7 Millionen Euro. Insgesamt wurden neun weitere Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Solarstrom in Betrieb genommen, unter anderem beim Deutschen Technikmuseum, auf landeseigenen Verwaltungsgebäuden sowie bei kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaften. Erhebliche Investitionen flossen auch in den Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme- Kopplung (KWK) mit insgesamt neun neuen Blockheizkraftwerken (BHKW), darunter erstmals eine mit Bio-Erdgas betriebene Anlage bei der Berliner Feuerwehr.

Auch im Beratungsgeschäft setzte die BEA deutliche Akzente. So erhielten im vergangenen Jahr rund 1.000 einkommensschwache Haushalte im Rahmen des „Stromspar-Check“ – einem Präventionsprojekt gegen Energiearmut - fundierte Informationen und kostenlose Hilfsmittel, um dauerhaft ihre Stromkosten senken zu können. Das von der BEA gesteuerte Berliner NetzwerkE, in dem 15 Berliner Unternehmen bei innovativen Effizienzprojekten zusammenarbeiten, startete in die 2. Förderphase, mit dem Vivantes Krankenhaus Wenckebach wurde die 25. Energiesparpartnerschaft des Landes Berlin abgeschlossen, die Berliner Informationsstelle Klimaschutz (BIK) ging an den Start und im internationalen Bereich konnte die BEA ihre Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) intensivieren. Insgesamt erzielte auch der Beratungsbereich der BEA eine leichte Umsatzsteigerung in einem insgesamt schwierigen bundespolitischen Umfeld.

Im laufenden Geschäftsjahr tätigt die BEA die bisher größte Einzelinvestition in ihrer Unternehmensgeschichte. Für 2,3 Mio. Euro errichtet sie derzeit auf Dächern des Berliner Großmarktes in der Beusselstraße die größte Photovoltaik-Dachanlage in Berlin mit einer Leistung von 1,6 MWp.