Traumsommer und goldener Herbst bescheren Berliner Energieagentur reiche Solarernte

Berlin
1. Oktober 2015
  • Energiedienstleistungsunternehmen mit positiver wirtschaftlicher Entwicklung und steigenden Investitionen
  • Geschäftsführer Michael Geißler: „Erneuerbare Energien und Verbrauchsreduzierung greifen ineinander.“
  • Aufsichtsratsvorsitzender Christian Gaebler: „Berliner Energieagentur ist ein Schrittmacher für die Energiewende in Berlin.“

Die Sonne meint es in diesem Jahr gut. Darüber freut sich auch die Berliner Energieagentur (BEA). „Dank Traumsommer und goldenem Herbst haben wir mit unseren Photovoltaikanlagen bereits über drei Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt – zehn Prozent mehr als in einem Durchschnittsjahr“, sagte Geschäftsführer Michael Geißler heute beim Jahrespressegespräch der BEA.

Energie umweltfreundlich mit PV-Anlagen und Blockheizkraftwerken (BHKW) erzeugen und ortsnah zum Verbrauch bereitstellen ist aber nur ein Teil des Dienstleistungsspektrums der BEA. Ein anderer betrifft den bewussten Umgang mit Energie. „Allen unseren Stromkunden in der Wohnungswirtschaft bieten wir jetzt einen erweiterten Service an. Er umfasst eine Hilfe zur Verbrauchsreduzierung in den eigenen vier Wänden. Erneuerbare Energien, Effizienztechnologien und Verbrauchsreduzierung greifen so noch besser ineinander“, so Geißler.

Insgesamt verzeichnet die BEA mit ihrer Investitions- und Beratungstätigkeit eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2014 lag der Umsatz des Unternehmens bei 13 Mio. Euro, der Gewinn nach Steuern bei 400.000 Euro. In diesem Jahr wird die BEA ihre Investitionen nochmals erhöhen und für rund 3,5 Mio. Euro neue Energieerzeugungsanlagen in und auf Gebäuden errichten. Sechs BHKW und drei Solarstromanlagen sind in der Umsetzung.

Staatssekretär Christian Gaebler, Vorsitzender des Aufsichtsrates: „Die BEA ist ein wichtiger Schrittmacher für die Energiewende in Berlin. Wir können das Ziel einer klimaneutralen Stadt 2050 nur erreichen, wenn Information, Motivation und fachkundige Beratung einhergehen mit wirtschaftlich tragfähigen Lösungen vor Ort in den Gebäuden und Stadtquartieren.“

Die BEA beschäftigt 55 Mitarbeiter und ist regional, national und international tätig. Im Großraum Berlin übernimmt das Unternehmen als integrierter Energiedienstleister für Gebäudeeigentümer die dezentrale Erzeugung und Verteilung von Wärme und Strom, bei Bedarf auch Kälte. Aktuell betreibt die BEA über 150 Anlagen, darunter 72 Blockheizkraftwerke und 50 PV-Anlagen. Sie beliefert daraus über 3.500 Privathaushalte und Gewerbebetriebe mit umweltfreundlichem und preiswertem BEA-Kiezstrom®.

In den Jahren 2014/2015 hat das Unternehmen die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH und die GESOBAU AG sowie traditionsreiche Wohnungsbaugenossenschaften wie die Berolina und die DPF als Neukunden gewonnen. „Die Wohnungswirtschaft hat die Chancen aus der dezentralen Energieerzeugung erkannt, weil sich damit nicht nur Klimaschutzziele verbinden, sondern auch Kostenvorteile für die Mieterinnen und Mieter ergeben“, so Michael Geißler.
Zusammen mit dem von der BEA gesteuerten Technologienetzwerk Berliner NetzwerkE, der Wohnungsbaugenossenschaft Zentrum und weiteren Partnern wurde außerdem ein Forschungs- und Modellprojekt zur flexiblen Betriebsführung von BHKW in Gebäuden gestartet. Damit sollen unter realen Praxisbedingungen wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden, wie der Betrieb von BHKW besser mit der schwankenden Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Einklang gebracht werden kann.