Gutachten der Prognos AG und der Berliner Energieagentur: 80 Prozent Zuwachs bei kleinen Blockheizkraftwerken
In einer jetzt vorgestellten gemeinsamen Studie haben die Prognos AG und die Berliner Energieagentur eine Bilanz der bisherigen und die Anforderungen an eine künftige Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung formuliert. Seit 2002 ist die gesamte KWK-Stromerzeugung um 18 Prozent gestiegen, am dynamischsten entwickelte sich mit 80 Prozent Zuwachs der Ausbau bei Blockheizkraftwerken (BHKW).
Allerdings bleibt der Ausbau deutlich hinter dem angestrebten Ziel der Bundesregierung zurück, bis 2020 rund 25 Prozent des Stroms am Energiemix in KWK-Anlagen zu erzeugen. Voraussichtlich würden bis dahin nur 17 bis 20 Prozent erreicht, so die Autoren. Derzeit liegt der Anteil des KWK-Stroms bei rund 15 Prozent, knapp zwei Prozent mehr als vor acht Jahren.
Das vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie beauftragte und nun vorliegende Forschungsvorhaben „Zwischenüberprüfung zum Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung“ soll die Bundesregierung bei der Zwischenüberprüfung des Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetzes (KWKG) unterstützen und in die Beratungen zur Novellierung einfließen.
Durch die bisherige KWK-Förderung stieg im Zeitraum 2002 bis 2010 die gesamte KWK-Nettostromerzeugung um 14 Terawattstunden auf jetzt 89 TWh. Am dynamischsten von allen KWK-Kategorien entwickelten sich fossilen KWK-Anlagen kleiner 1 MWel und die biogenen KWK-Anlagen. Zwischen 2002 und 2010 stieg die Erzeugung der kleinen fossilen KWK-Anlagen von 1,9 TWh auf 3,5 TWh.
Um die Zielvorgaben erreichen zu können sei es bei einer Neufassung des KWKG laut Studie zu beachten, die geltenden Regeln und Fördermechanismen kontinuierlich fortzuschreiben, damit Investitionssicherheit herrscht. Darüber hinaus sollte das Gesetz an neue technologische Entwicklungen und Erfordernisse im Strommarkt angepasst werden. Dies erfordere jedoch auch höhere Investitionen.
Alle Ergebnisse können hier eingesehen werden: www.bmwi.de