Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in Chile

Partner: 
Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ)
Projektzeitraum: 
2007 − 2009

Anlässlich der 200-jährigen Unabhängigkeitsfeier Chiles sollen im Land verschiedene Leuchtturmprojekte energieeffizienter Gebäuden entstehen. Das chilenische Programm für Energieeffizienz (PPEE) führt an öffentlichen Gebäuden mit hohem Symbolwert so genannte Energieverbrauchsanalysen durch.

Darunter fällt neben dem Nationalkongress in Valparaiso und dem Obersten Gerichtshof auch der Präsidentenpalast La Moneda. Der geschichtsträchtige Ort war einst die Münzprägeanstalt Chiles. Im Jahr 1973 wurde der Präsidentenpalast Schauplatz des Militärputsches gegen Salvador Allende durch den General und späteren Diktator Augusto Pinochet.

Klimaschutz am Pazifik - Chile baut auf Energieeffizienz

Die Berliner Energieagentur erhielt im Rahmen des Projekts von der GTZ den Auftrag, die Option einer Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung auf die Umsetzbarkeit im Präsidentenpalast zu prüfen. Diese Technologie bietet die Möglichkeit, die bei der Energieerzeugung freiwerdende Abwärme einerseits zur Raumheizung bzw. Trinkwassererwärmung und andererseits zur Erzeugung von Kälte in Absorptionskältemaschinen zu nutzen.

Damit können erhebliche Mengen CO2-Emissionen vermieden werden. Im Präsidentenpalast kann mit einer leistungsgeregelten KWK-Anlage mit einer Leistung von rund 100 kWel und 200 kWth der gesamte Wärmebedarf der Wintermonate abgedeckt werden. Auf diese Weise lassen sich CO2-Emmissionen von 180,5 Tonnen pro Jahr vermeiden.