Wohn- und Geschäftshaus in Pankow

Wohn- und Geschäftsgebäude Am Friedrichshain
Wohn- und Geschäftshaus Am Friedrichshain
  • 27 Wohneinheiten
  • 7 Geschäftseinheiten
  • 3.600 m² Fläche
  • BHKW: 22 kWel und 51 kWth
  • CO2 Einsparung: 62 t/a
Partner: 
priv. Eigentümer
Versorgungsbeginn: 
2013
Adresse:


Am Friedrichshain 1
10407 Berlin

Auf der Speisekarte des arabisch-libanesischen Restaurants Qadmus in Friedrichshain-Kreuzberg stehen Spezialitäten wie Shorbit, Shisbarak oder Syiydiye. Was der Gast des edlen Restaurants Ecke Am Friedrichshain / Hufelandstraße nicht lesen kann: im Keller des Hauses erzeugt ein Blockheizkraftwerk (BHKW) auf effiziente Weise Wärme und Strom für die Wohn- und Gewebemieter.

Im Sommer 2013 wurde die Heizzentrale des Gebäudes mit insgesamt 3.600 Quadratmeter Wohn- und Gewerbefläche komplett erneuert. Die Berliner Energieagentur (BEA) tauschte im Zuge eines Vollcontractingvertrages mit dem Gebäudeeigentümer die bisherige Kesselanlage gegen ein kompaktes BHKW und einen modernen Brennwert-Spitzenlastkessel auf Erdgasbasis aus. In Zukunft erhalten die 27 Mietparteien und sieben Gewerbemieter die Möglichkeit, nicht nur Wärme aus dezentraler Erzeugung zu beziehen, sondern auch den Strom. Und das großzügig angelegte Spezialitätenrestaurant im Erdgeschoss mit seinem hohen Stromverbrauch (Kühlräume, Küche, Beleuchtung) wird der wichtigste Stromkunde im Objekt sein.

Das BHKW vom Typ Mephisto hat eine elektrische Leistung von 22 kW (51 kW thermisch). Es erzeugt zukünftig pro Jahr etwa 91.000 kWh Strom und 370.000 kWh Wärme und kann damit den Energiebedarf im Gebäude fast komplett abdecken. Zeitweilig überschüssige Strommengen werden ins Stromnetz eingespeist, bei einer Unterproduktion kauft die BEA Ökostrom hinzu und speist ihn ins gebäudeinterne Verteilnetz ein.

Die jährliche Primärenergieeinsparung durch die zentrale Energiebereitstellung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gegenüber einer konventionellen, getrennten Versorgung beträgt etwa 248.000 MWh / Jahr. Die CO2-Minderung beläuft sich auf 62 Tonnen jährlich.