Mieterstrom für die Mobilitätswende
Mieterstrom für die Mobilitätswende: Neue Ladepunkte in Reinickendorf gehen in Betrieb
Berlin, 30. Juli 2026 – Klimafreundliche Mobilität beginnt direkt vor der Haustür: Bei einem Vor-Ort-Termin in Reinickendorf informiert sich Staatssekretär Dr. Severin Fischer über ein gemeinsames E-Mobilitätsprojekt der Charlottenburger Baugenossenschaft eG und der Berliner Energieagentur (BEA). Im Mittelpunkt steht die Inbetriebnahme neuer Ladeinfrastruktur, die mit lokal erzeugtem Mieterstrom versorgt wird.
Dr. Severin Fischer, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, erklärt:
„Das Projekt der Charlottenburger Baugenossenschaft und der Berliner Energieagentur zeigt vorbildhaft, wie Elektromobilität auch in Mietquartieren einfach nutzbar gemacht werden kann. Für den Klimaschutz, für die Verbesserung der Luftqualität und für die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffimporten ist die Elektrifizierung des Verkehrs entscheidend. Mit WELMO unterstützen wir Unternehmen bei der Umstellung auf E‑Mobilität und beim Aufbau von Ladeinfrastruktur. Seit vergangenem Jahr unterstützen wir nun auch Wohnungsbaugesellschaften, die ihre Parkplätze für ihre Mieterinnen und Mieter mit Ladesäulen ausstatten. So bringen wir die Elektromobilität in den Alltag der Berlinerinnen und Berliner: von Betriebshöfen über Supermarktparkplätze bis hin zu Stellplätzen in den Wohnquartieren.“
Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur GmbH, ergänzt:
„Das Vorhaben zeigt, wie Ladeinfrastruktur und erneuerbare Energieversorgung in Quartieren erfolgreich zusammengebracht werden können. So leisten wir einen konkreten Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft.“
Carsten-Michael Röding, Technischer Vorstand der Charlottenburger Baugenossenschaft eG, sagt:
„Das Förderprogramm Welmo hat es uns ermöglicht ein weiteres Angebot für Elektromobilität im Wohnquartier zu realisieren. Mit passgenauer Förderung und guten Partnerschaften können auch Wohnungsbaugenossenschaften wie die Charlotte ihren kleinen Beitrag für zukunftsfähige Mobilität schaffen.“
Zum Projekt
In der Zobeltitzstraße in Berlin-Reinickendorf werden fünf neue Ladesäulen mit insgesamt zehn Ladepunkten in Betrieb genommen. Sie versorgen zehn der insgesamt 88 Stellplätze mit günstigem Mieterstrom. Dieser wird vor Ort durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Mehrfamilienhauses sowie ein Blockheizkraftwerk im Keller erzeugt.
Die Bewohnerinnen und Bewohner können ihre Elektrofahrzeuge dadurch direkt am Wohnort mit lokal erzeugter Energie laden. Das Projekt verbindet klimaschonende Mobilität mit einer effizienten und wirtschaftlichen Energieversorgung und ist ein Beispiel dafür, wie die Energiewende im Wohnquartier praktisch umgesetzt werden kann.
Gefördert wurde das Vorhaben durch das Land Berlin im Rahmen des Förderprogramms WELMO (Wirtschaftsnahe Elektromobilität). Seit 2025 können über das Programm auch Ladeinfrastrukturprojekte in genossenschaftlichen Wohnquartieren unterstützt werden. Die Errichtung von Normalladeinfrastruktur wird mit bis zu 50 Prozent der Investitionskosten beziehungsweise maximal 2.500 Euro pro Ladepunkt gefördert. Darüber hinaus können Zuschüsse für den Netzanschluss gewährt werden.