So schmeckt Klimaschutz: EEP-Rundgänge an Potsdamer Schulen gestartet

Berlin

So schmeckt Klimaschutz: Im Rahmen des Energieeinsparprojekts an Potsdamer Schulen (EEP) finden auch in diesem Schuljahr wieder Rundgänge statt. Im Mittelpunkt steht diesmal ein Thema, das uns alle betrifft: klimafreundliche Ernährung.

Gemeinsam mit Schulklassen, Umwelt-AGs und „Klimadetektiven“ untersuchen die Berliner Energieagentur (BEA) und das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU), wie Ernährung im Schulalltag gelebt wird – vom Pausenbrot über die Mensa bis hin zu den Essgewohnheiten zu Hause.

Vom Fußabdruck zum Handabdruck

Zunächst geht es um den ökologischen Fußabdruck unseres Essens. Anhand konkreter Beispiele erarbeiten Schüler*innen, welche Auswirkungen unterschiedliche Lebensmittel auf Klima und Umwelt haben. Dabei geht es um Fragen wie: Woher kommt das Essen? Wie wird es produziert und verpackt? Und wie viel landet am Ende im Mülleimer?

Anschließend geht es bei den Rundgängen um den Blick nach vorn: Wie wird aus dem ökologischen Fußabdruck ein ökologischer Handabdruck? Ziel ist es also, aus den Erkenntnissen konkrete Handlungen abzuleiten und andere zum Mitmachen zu motivieren. Durch Aktionen in der Mensa, Hinweisschilder gegen Lebensmittelverschwendung oder Gespräche über klimafreundliche Alternativen machen die Schüler*innen Klimaschutz sichtbar.

Kleine Schritte mit großer Wirkung

Ein zentraler Aspekt ist die eigene Wirkmacht. Denn klimafreundliche Ernährung beginnt schon in der Brotdose: regional und saisonal einkaufen, unverpackte Produkte bevorzugen, Portionsgrößen richtig einschätzen und Essensreste vermeiden. Diese kleinen, praktischen Ansätze lassen sich im Schulalltag direkt ausprobieren und nach Hause weitertragen.

Der Erfolg zeigt sich nicht nur in messbaren Einsparungen, sondern auch im Bewusstsein der Schüler*innen. Sie erleben, dass ihr Handeln Wirkung hat – für ihre Schule, für die Stadt Potsdam und für das Klima. Das neue Jahresthema macht deutlich: Klimaschutz beginnt im Kleinen – und oft genau dort, wo wir täglich zusammenkommen. Am Tisch.

EEP wird für weitere vier Jahre fortgeführt

Das Jahresthema „Klimafreundliche Ernährung“ ist eingebettet in das Energieeinsparprojekt an Potsdamer Schulen (EEP), das seit 1998 durch den Kommunalen Immobilien Service (KIS) im Auftrag des Fachbereiches Bildung, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam ermöglicht wird. Mit 51 teilnehmenden Schulen zählt das EEP zu den größten und langlebigsten Energiesparprojekten in Deutschland. 

Seit 2017 betreuen die Berliner Energieagentur (BEA) und das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) das Programm gemeinsam – aktuell bis August 2029.

Das Projekt verbindet das technische Monitoring von Wärme-, Strom- und Wasserverbräuchen mit einer starken pädagogischen Komponente. Jährlich wechselnde Fokusthemen – von Heizen und Lüften über Klimaanpassung bis hin zur Ernährung – machen Ressourcenschutz greifbar und fördern nachhaltiges Denken. Energie-AGs, Projekttage und Schulaktionen sorgen dafür, dass Klimaschutz nicht abstrakt bleibt, sondern im Alltag erlebbar wird.

Weitere Informationen unter: https://www.energieeinsparprojekt-potsdam.de